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Die Magie der Pilze

Die Magie der Pilze

Pilze üben auf viele Menschen eine seltsame Faszination aus. Ihr plötzliches Erscheinen, ihr bizarres Aussehen, Ihr seltsamer Geruch sowie Ihre Vorlieben für schattige dunkle und verborgene Orte liessen sie schon immer von Geheimnissen umwittert erscheinen.

Im westlichen Kulturkreis ist diese Faszination von einer unterschwelligen Angst begleitet, so dass man beispielsweise bestimmte Pilze, die in grossen kreisen wachsen als Hexenringe bezeichnete. Man glaubte, das sie in dunklen Nächten als Tanzplätze für Hexen, Feen und Elfen dienten.

Schliesslich sind sie auch sehr auffällig, denn das Gras in ihrer Nähe ist entweder abgestorben oder aber wächst im Gegenteil üppiger als in der restlichen Umgebung.

Diese Ambivalente Haltung spiegelt sich auch in einigen Sagen der Steiermark wieder. Dort heisst es, das das Wachstum der Pilze von Geistern verursacht sein soll, den "Schwammzwergeln".

Auch von "Pilzheiligen" ist häufig die Rede. Der heilige Petrus, der heilige Veith, oder der heilige Antonius sollen in bestimmten Nächten durch die Wälder ziehen und "Schwammsamen" aussähen.

Eine Schlesische Legende besagt: "Petrus erhielt einst drei Kuchen, gab aber nur einen davon dem Herrn. Als er den 2. Kuchen insgeheim essen wollte, fragte ihn Christus, dies und jenes. Petrus musste antworten und warf das angebissene Stück rasch weg, bis er den ganzen Kuchen weggeworfen hatte. Aus diesen fortgeworfenen Bissen entstanden die essbaren Pilze.

In Asien dagegen  begegnete man Pilzen durchgängig mit sehr grosser Hochachtung .

Einige ethnobotanische Forscher gehen sogar so weit, das sie menschliche Kulturen in mykophile (Pilzliebende) und mykophobe (Pilzhassende) einteilen. Der östliche Kulturkreis zählt eindeutig zur ersten Kategorie, während wir eher zur 2. tendieren.

Die auch heute bei uns noch weit verbreitete Angst vor Pilzen ist jedoch keinesfalls berechtigt ,denn regelrechte Giftpilze sind überaus selten. Auch Heilpilze wie Ling Zhi stellen eher die Ausnahme dar. Manche dieser Gewächse wurden jedoch seit Jahrhunderten auch in unseren Breitengraden zu Heilzwecken verwendet.

Das zeigt sich unter anderem darin, das bereits die heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) im Mittelalter die therapeutischen Wirkungen verschiedener Pilze beschrieb.

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